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  • GEWÜNSCHT

    Vormittag am Strand

    Es war ein solcher Vormittag,
    wo man die Fische singen hörte;
    kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte,
    kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.

    Nur sie, die Fische, brachen leis
    der weit und breiten Stille Siegel
    und sangen millionenweis
    dicht unter dem durchsonnten Spiegel.

    Ein Sommer, 1900
    Ch. Morgenstern

    In der Hoffnung, dass es morgen ein solcher wird,
    wünsche ich allen einen schönen Donnerstag,

    Lisa

    PS: Bild gehört mir und darf nicht weiter verwendet werden-

  • Thiessower Markttage

    Zweimal in der Woche strömen die Rüganer - aber vermutlich am meisten die Touristen - an der Hafen nach Thiessow. Dort findet der Rügen-Markt statt, und was man dort so alles findet, ist durchaus beeindruckend.
    Da gibt es die üblichen Fressbuden, bei denen es aber auch an vielen Stellen heimische Produkte zu kaufen gibt. Joghurts von der Insel Rügen, Schoko und Vanille, dazu Früchte. Auch andere Bioprodukte von der Insel gibt es dort.
    Eine ältere Frau verkauft an ihrem Stand allerlei Bonbons, die sie wohl überwiegend selbst macht. Ein Stück weiter verkauft ein Rüganer Handwerker Gläser, die er selbst hergestellt hat. Um die Ecke hat jemand schöne Steine, und gleich daneben hat ein Mann gemalte Kunstwerke im Angebot.
    Auf dem Rügen-Markt gibt es einiges zu entdecken, und eine Fahrt dorthin lohnt. Und wenn die Polizei in der Thiessower 30er-Zone einen Blitzer aufgestellt hat, wird man nicht nur von der Ostseewelle gewarnt, sondern auch von den Marktordnern.

    Göhren arbeitet unterdessen an einer neuen Attraktion: Wie auch in Sellin soll es bald einen Fahrstuhl geben, der die Leute aus dem Ort runter zum Strand bringt. Göhren liegt an einem Hang, und wer zur Strandpromenade will, muss immer Treppen laufen oder die steile Straße hinab. Der Fahrstuhl ist im Bau, die Kabine neuerdings schon zu sehen - eine Millioneninvestition. Aber irgendwie sieht die unten liegende Station so aus, als sei sie schief gebaut. Aber vielleicht habe ich ja auch nur falsch geguckt.

    Nach 21 Uhr braucht man übrigens nicht mehr zur Göhrener Seebrücke - jedenfalls nicht, wenn man Hunger hat. Die Lokale dort sind dann erstunlicherweise alle schon zu, obwohl dort noch viele Menschen unterwegs sind.
    Immer immerhin gibt es oben im Ort noch diverse Lokale, die länger geöffnet haben. Ein Italienier und eine Bar bis weit nach 23 Uhr.

    Ein Besuch im "Beiboot" darf auf Rügen eigentlich nicht mehr fehlen. Die kleine Bücherei liegt direkt neben dem leider immer noch leerstehenden "Inselparadies" in Baabe. Im Frühjahr habe ich dort gleich drei Bücher gekauft. Das Geschäft lebt vor allem vom Buchgeschmack der Besitzerin. Und die ist richtig gut. Die Bücher, die sie durch die Platzierungen im Laden hervorhebt, sind an vielen Stellen sehr interessant. Spannende Krimis, außergewöhnliche Jugendbücher, aber auch Bestseller. Eine gute Mischung, und wieder bin ich Besitzer eines weiteren Romans.

  • Wind und Wellen

    Die Sache mit den Ostseewellen. Kaum sind sie mal ein bisschen höher, machen die Leute eine Welle. Als ich im vergangenen Sommer auf Rügen war, hat man von der Ostsee kaum etwas gemerkt, weil sie wie ein stiller Tümpel da lag. Vergangene Woche war das anders: Die Wellen rauschten an den Strand, es war laut und irgendwie herrlich.
    Aber diese Wellen haben auch eine andere Seite, die unvorsichtigen Menschen nämlich. Die, die die Wellen nicht richtig einschätzen können und ertrinken. Sieben Leute sind an einem Wochenende an der Küste ums Leben gekommen, und das, wohl sie immer wieder gewarnt worden sind.

    Am Strand von Binz gingen überall gelbe Flaggen. Ebenso am Strand von Prora. Auf Usedom war das Baden sogar ganz verboten. Das heißt, nicht verboten - die rote Flagge bedeutet, dass man den Badegästen empfiehlt, besser nicht ins Wasser zu gehen. Verbieten darf man es ihnen nicht, und bestrafen darf man die Menschen schon mal gar nicht. Eigentlich erstaunlich, dass das so lax gehandhabt wird, wo doch hierzulande alles geregelt ist. Zumal die Menschen ja nicht nur sich selbst in Gefahr bringen, sondern auch die Retter.

    Ich selbst passte mein Badeverhalten dem an, wie ich es auch im vergangenen Jahr in Portugal praktizierte. Ich ging bis zum Bauch ins Wasser und ließ die Wellen auf mich zukommen. Das hat völlig gereicht. Und so machen die Portugiesen am Atlantik in der Regel auch, da sind die Wellen aber natürlich noch ein Stück höher. Dort gibt es allerdings auch ganz konkret ausgeschilderte Badebereiche, wo anders dürfen die Leute überhaupt nicht ins Wasser.
    Insofern sind die Ostsee-Urlauber noch gut dran damit, dass sie überall, wo sie wollen, ins Wasser gehen können.

  • Wer knackt das Publikum?

    Für Musiker ist es das vielleicht schwierigste Publikum: Leute in Urlaubsorten, die ein kostenloses Konzert verfolgen, und das vielleicht sogar auch nur zufällig.
    Auf der Bühne auf dem Binzer Kurplatz fand neulich ein ganzer Konzertabend mit Schlagern, Oldies und Rock statt. Die Rockband war sogar ganz passabel, das Publikum saß aber trotzdem nur so rum. Auf auf den Platz geworfene Fragen ans Publikum reagierten die Angesprochenen null. Niemand tanzte. Zwischen Bühne und den Leuten schien eine unsichtbare Mauer gestanden zu haben.

    Im Grunde kein Wunder: Die Leute kommen vorbei, sehen da eine Band und setzen sich - erst mal skeptisch. Sie sind nicht extra wegen der Musiker gekommen, haben keinen Eintritt gezahlt, da fehlen eben die Fans. Das Publikum muss geknackt werden, und das ist schwierig.
    Die Band in Binz versuchte es mit Galgenhumor. Dass ja sowieso niemand zuhöre, und dass das ja heute ein besonders schwieriger Abend sei. Kann allerdings auch ganz schnell nach hinten losgehen. Die Pause kam für die Musiker gerade richtig.
    Es musste erst - ein eigentlich nicht wirklich guter - Schlageronkel kommen, der die Leute zum Tanzen brachte und es somit knackte. Danach herrschte auch bei der Rockband plötzlich gute Stimmung.

    Auch Schlagersängerin Gaby Rückert hatte zu kämpfen. Sie trat auf der offenen Bühne in Baabe auf. Das Problem dort ist auch, dass zwischen Bühne und Zuschauerbänke unheimlich viel Platz ist. Schlecht geplant. Und weil Rückert recht viele melancholische Songs im Programm hat und zwischendurch (ein wenig zu) viel erzählt, blieb das Publikum auch bei ihr eher kühl. Aber auch sie hat es letztendlich geschafft, mit einem Rügenlied zum Beispiel, und als sie in der zweiten Hälfte ihre Konzertes endlich auch ihren Hit "Berührung" sang, war das Publikum in Baabe sowieso verzaubert.

    Für die Musiker sind solche Auftritte in Urlaubsregionen sicherlich finanziell lohnend. Aber sie sind auch ein hartes Stück Arbeit.

  • Vilmnitz

    Ganz sicher einen Besuch wert, ist die Dorfkirche von Vilmnitz. Hier mal ein kleines Detail.


    Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

  • L29 - schlimmer geht immer

    Gleich hinterm Ortsschild kommt die Überraschung. Die Landesstraße verwandelt sich in eine historische Meile. Das schmale Kopfsteinpflaster führt durch ein kleines Waldstück, den Berg runter, an einer kleinen Kirche vorbei.
    Die Autos fahren sehr langsam, und Gegenverkehr könnte, wenn er breiter ist, zum Problem werden. Platz zum Ausweichen gibt es nicht, und das Kopfsteinpflaster ist nicht mehr das Beste.

    In den Orten meiner Region rund um Oranienburg wird über die schlechten Landesstraßen gesprochen. Da gibt es Schlaglöcher, die immer wieder gestopft werden müssen. Oder es tun sich Krater neben der Fahrbahn auf, wer da aus Versehen reinfährt, kommt unter unter Umständen nicht mehr raus.
    Aber dann gibt es die L29 in Vilmnitz, einem Ortsteil von Putbus auf Rügen. Das Pflaster macht einen musealen Eindruck, es muss noch aus der Kaiserzeit stammen, dort könnte man historische Filme drehen. Für Nebenanlagen ist kein Platz, und der Verkehr quält sich durch - auch 25 Jahre nach der Wende.
    Wer durch dieses Dorf fährt, weiß: Schlimmer geht immer.

    Ein paar Kilometer weiter, in Binz, ist die L29 in den vergangenen Monaten erneuert worden. Aber da sind ja auch die vielen Touristen...

  • Kreideküste

    Hallo Freunde der Insel Rügen

    Diesen Sommer hatten wir endlich wieder einmal Gelegenheit, für eine Woche Urlaub auf der Insel Rügen. Selbst das Wetterglück war uns hold. Bis auf einen Tag schien immer die Sonne. Es war traumhaft. Schließlich hatten wir uns schon lange auf unseren Lieblingsstrand bei Lobbe gefreut.
    Für das Midsommar sind wir dann nach Schonen gefahren. Bei der Überfahrt mit der Fähre habe ich noch ein Abschiedsfoto von der Sonneninsel gemacht. Ich hoffe es gefällt Euch.

    Insel Rügen Kreideküste

  • SPAZIERGANG DURCH GÖHREN

    ....Göhren ist eine Reise wert.
    Der Ortsname Göhren kommt aus dem slawischen „Gorna“ und bedeutet „hoch gelegener Ort“.
    Das „Nordperd“ trennt den Nordstrand vom Südstrand.

    Der Nordstrand mit seinem 2,5 km langen feinen Sandstrand ist der eigentliche Badestrand mit der „Bernsteinpromenade“. Anziehungspunkt sind hier der Kneippgarten, die Brunnenanlage mit den Wasserspielen und der Laubengang. Der Musikpavillon wurde im Jahre 1925 erbaut und trägt bis heute noch für gute Stimmung zu vielen Veranstaltungen bei.

    Die Göhrener Seebrücke wurde in den 90-er Jahren wieder nach einem Sturmschaden aufgebaut und hat eine stolze Länge von 270 Metern, von welcher auch Schiffstouren zu den benachbarten Ostseebädern und zur den Kreidefelsen durchgeführt werden.

    Zwischen der Göhrener Seebrücke und dem Nordperd liegt der größte Findling Deutschlands der „Buskam“. 
    Er wiegt ca. 1.600 t, umfasst ca. 600 m³ und ragt ungefähr 1, 5 m über die Wasseroberfläche hinaus. In früheren Zeiten wurden noch ganze Hochzeitsgesellschaften dorthin geschippert, um ein Tänzchen zu wagen.

    Im Jahre 1899 bekam das Ostseebad Göhren die Anbindung an die Rügensche Schmalspurbahn.
    Der „Rasende Roland“ dampft täglich von Putbus durch die Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h zur Endstation Göhren.

    Wir finden hier vier unter Denkmalschutz stehende Anlagen, die zu den Mönchguter Museen gehören: das Heimatmuseum, der Museumshof , das Rookhus und das Museumsschiff „Luise“.


    Von jeder Anhöhe aus entdecket Ihr eine neue, eindrucksvolle Aussicht über die Halbinsel Mönchgut.


    Ob Salzwiesen, Heidelandschaften oder Waldungen, rohrgedeckte Häuser oder Backsteinkirchen, Buchten oder die Ostsee; stets ist der eigene unwiderstehliche Charme dieser außergewöhnlichen Landschaft zu spüren.

    Ich wünsche allen eine traumschöne neue Woche,
    Eure Lisa

    PS: Alles wie immer, Bilder gehören mir.

  • Wind

    Der etwas stärkere Wind lockte wieder viele Kytesurfer auf das Wasser. Es ist herrlich ihnen zu zuschauen.

    KytesurferKytesurferLaboe

  • GRÜNER MARKT IN GINGST

    Grüner Markt in Gingst

    Beliebte Tradition wird fortgesetzt

    Wie schon im Sommer 2013 wird der Hof des Handwerkermuseums in Gingst jeden Samstag zum attraktiven Wochenmarkt. Ganz im Sinne traditionellen Handwerks und ehrlichen Landbaus werden regional typische Produkte angeboten:

    Aus regionaler und biologischer Herstellung:

    Gemüse, Eier, Käse, Wurst und Fleischwaren
    Honig, Obst, Konfitüren,

    Frischer Fisch, Räucherfisch
    Biobrot
    Naturkosmetik, Seifen aus handwerklicher Produktion
    Gefilztes
    Antiquarische Bücher
    Korbwaren
    Töpfer-und Holzwaren von der Insel


    In der „Malstuv“ kann man Kurse buchen und Bilder kaufen.
    Die Schmiede ist wieder geöffnet. Es ist äußerst spannend zu erleben wie ein schmiedeeiserner Kerzenständer entsteht.

    Genauso kann man zusehen wie die Korbmacherin arbeitet, Wolle gesponnen oder gefilzt wird.

    Außer den attraktiven Angeboten zum Einkaufen bietet der Museumshof in Gingst auch eine angenehme Atmosphäre zum Verweilen. Das Museumscafé ist geöffnet. Es gibt lecker hausgebackenen Kuchen mit den besten Zutaten. Auf dem Markt gibt es außerdem Suppen und Tellergerichte aus regionaler und biologischer Produktion.

    Der Besuch des „Grünen Marktes“ in Gingst wird zum unvergesslichen Erlebnis. Es ist Rügen individuell und authentisch.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    Der "Grüne Markt" findet jeden Samstag in der Zeit vom 07.06.2014-04.10.2014 von 10.00-16.00 Uhr auf dem Museumshof in Gingst auf Rügen statt.

    Text: W. Willmes
    Fotos: Ch. Schween

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